Die Rostocker Heide, ein Wald- und Heidegebiet nordöstlich von Rostock, ist seit 1252 im Besitz der Hansestadt Rostock.

[2582-BGfdcj6tkS] Die Rostocker Heide , ein Wald- und Heidegebiet nordöstlich von Rostock, ist seit 1252 im Besitz der Hansestadt Rostock. © Christoph Bellin Mit einer Gesamtfläche von etwa 6000 ha ist es der größte geschlossene Küstenwald in Deutschland. Durch den Besitz der Rostocker Heide gehört Rostock heute zu den fünf größten kommunalen Waldbesitzern in Deutschland. Das Wald- und Heidegebiet nordöstlich der Stadt Rostock ist die „Nordöstliche Heide Mecklenburgs“. Dieses umfasst die Rostocker Heide, den Gelbensander Forst, den Forst Alte Heide und einen Teil des Ribnitzer Forstes. mehr anzeigen
Das Waldgebiet ist der Rest eines Urwaldes, der einst von den Niederlanden bis Pommern reichte. Während des Zweiten Weltkrieges wurde im Wald, etwa drei Kilometer nordöstlich von Wiethagen, auf 97 Hektar ein Auslagerungsbetrieb der Rostocker Ernst Heinkel Flugzeugwerke errichtet. Dazu wurde in Oberhagen das Außenlager Rostock-Schwarzenpfost des KZ Ravensbrück errichtet. Bis zu 1500 Häftlinge, die täglich aus Oberhagen zu Fuß kamen oder aus Rostock mit dem Zug gebracht wurden, mussten hier in den Heinkel Werken arbeiteten. Zu DDR-Zeiten gab es in der Rostocker Heide anfangs einen Schießplatz unweit Wiethagens, dann auch einen an der Küste und bei Hinrichshagen, später kamen Flugabwehrraketen mit Kasernen, Bunkern und Munitionsdepots hinzu. Nach 1990 wurden die militärischen Anlagen beseitigt und letztendlich im Jahr 2000 die Nutzung des Schießplatzes bei Wiethagen eingestellt. Im Rahmen von EU-geförderten Maßnahmen wurden die Flächen renaturiert. Seit Februar 1996 ist die gesamte Rostocker Heide Landschaftsschutzgebiet. Seit dem Jahr 2000 wird nach einem Beschluss der Rostocker Bürgerschaft der Wald FSC-zertifiziert bewirtschaftet.

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